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Blutspende

Unsere Blutspende

Neben der Gewissheit, lebensnotwendige Hilfe zu leisten, haben Sie als Blutspender einige ganz praktische Vorteile: Wir untersuchen Ihr Blut auf Infektionserkrankungen, bestimmen Ihren Leberwert und teilen Ihnen mit, wenn etwas nicht in Ordung ist. Sie erhalten Ihren Blutspender-Pass, der im Notfall auch für Sie sehr wichtig sein kann. Und Sie können das Gefühl genießen, einen wirklich wichtigen Beitrag für unser Gesundheitssystem zu leisten.

Auch wenn Sie nicht erfahren werden, wem Ihre Blutspende geholfen hat, können Sie sicher sein: Innerhalb der nächsten Tage oder Wochen wird Ihre Blutspende in einem Krankenhaus eingesetzt, um einem Menschen zu helfen und sein Leben zu retten, Das ist die zentrale Bedeutung Ihrer Blutspende.

IHRE BLUTSPENDE RETTET LEBEN !

Ihre erste Blutspende kein Problem, so läuft sie ab:

Station 1: Die Anmeldung

Jeder Blutspendetermin läuft nach einem einheitlichen Fahrplan für den Spender ab. Der erste Schritt bei der Blutspende ist die Anmeldung des Spenders. Hier erfassen wir Ihre Personalien und Ihre Adresse. Die Adresserfassung ist für die lückenlose Dokumentation wichtig. Der DRK-Blutspendedienst muss als Hersteller von Arzneimitteln den gesamten Weg einer Blutspende vom Spender bis zum Empfänger eindeutig nachweisen können. Deshalb benötigen wir von Ihnen an der Anmeldung einen Lichtbildausweis. Denken Sie bitte an die aktuelle Adresse: Wenn wir Sie später zu Blutspendeterminen einladen, senden wir die Einladung an die Adresse, die wir aus Ihrem Ausweis haben.

Station 2: Das Spenderformular

Auch wenn jede einzelne Blutspende sehr wichtig ist - auf Kosten der Sicherheit darf die Spende nicht gehen. Deshalb prüfen wir auf drei Arten, ob Ihre Blutspende am heutigen Tag möglich und sinnvoll ist. Das Spenderformular - in der Fachsprache Anamnesebogen genannt - ist die schriftliche Grundlage und der erste Prüfschritt vor Ihrer Blutspende. Er gibt uns Anhaltspunke darüber, ob Ihre heutige Blutspende mit einem vermeidbaren Risiko für Sie oder den späteren Empfänger verbunden sein könnte. Erkennbare Risiken führen zu einem zeitlich begrenzten Ausschluss von der Spende, Rückstellung genannt. Nicht jede Frage ist ganz leicht zu beantworten. Aber der Anamnesearzt hilft Ihnen bei Unklarheiten gerne weiter.

Station 3: Das Anamnesegespräch

Im anschließenden Arztgespräch beurteilt Sie der Arzt vor Ort, ob er Sie am heutigen Tag zur Blutspende zulassen kann. Dabei muss er auf Grund der rechtlichen Rahmenbedingungen und seiner fachlichen Einschätzung entscheiden, ob sich aus dem Anamnesebogen Anhaltspunkte für ein Risiko durch die Blutspende ergeben. Bei dieser Einschätzung muss der Arzt auch an den späteren Empfänger denken: Jedes erkennbare Risiko für den Patienten im Krankenhaus muss ausgeschlossen werden. Gleichzeitig dienst das vertrauliche Gespräch mit dem Arzt dazu, Fragen zu klären, die sich für den Spender eventuell ergeben haben.

Station 4: Die Voruntersuchung

Im abschließenden Schritt der Voruntersuchungen prüfen wir Ihre Temperatur, den Blutdruck und Puls sowie den aktuellen Hämoglobinwert Ihres Blutes. Diese Untersuchungen stellen sicher, dass Sie die Blutspende nach menschlichem Ermessen gut vertragen und diese nicht mit Unannehmlichkeiten und Risiken für Sie verbunden ist. Viele Blutspender schätzen diese Voruntersuchungen als kleinen Gesundheits-Check. So dürfen beispielsweise Menschen mit erhöter Temperatur (Fieber) grundsätzlich nicht zur Blutspende zugelassen werden. Denn die erhöhte Temperatur kann ein Zeichen für eine Infektion im Körper sein. Sollten Sie vor einer Spende unsicher sein, ob Sie spenden dürfen, dann nutzen Sie die kostenlose Telefon-Hotline (0800 / 11 949 11).

Station 5: Die Blutspende

Auf unseren Entnahmeliegen erfolgt dann die eigentliche Blutspende. Sie dauert ungefähr 10 Minuten. Bei der Blutspende läuft das Spenderblut von der Punktionsstelle in der Vene in einen Beutel, der bereits mit 70 ml Stabilisatorlösung gefüllt ist. Dieser Beutel liegt auf einer elektrischen Schüttelwaage. Durch die Bewegung dieser Waage vermischt sich das Spenderblut mit der Stabilisatorlösung. Auf diese Weise wird die Gerinnung des Blutes vermieden. Wir benutzen sterile Einmalsysteme, die ein Infektionsrisiko für den Spender ausschließen. Während der Spende haben unsere haupt- und ehrenamtlichen Kollegen ein Auge auf Sie und verkürzen Ihnen gerne die zeit mit einem Gespräch und weiteren Informationen.

Station 6: Der Ruhebereich

Nun haben Sie schon fast alles erledigt, was zu Ihrer ersten Blutspende gehört. An den Spendevorgang schließt sich direkt eine kurze Ruhepause auf einer separaten Ruheliege an. Die entnommene Blutmenge von 450 bis 550 ml beeinträchtigt Ihr Wohlbefinden im Normalfall zwar nicht; die 10 Minuten Pause helfen Ihrem Kreislauf dabei, sich an den Volumenverlust anzupassen. Auch an den Ruhebetten werden Sie von unseren Helfern aus dem ansässigen Ortsverein betreut und versorgt. Was Sie auf jeden Fall beachten sollten: Erst 30 Minuten nach der Blutspende können Sie wieder am Straßenverkehr teilnehmen. Viele Spender berichten, dass sie sich nach einer Blutspende körperlich besser fühlen. Vielleicht haben wir auch deshalb einen so großen Spenderstamm: Mehr als 90% aller Spender sind Wiederholungsspender, die schon mehrfach Blut gespendet haben.

Station 7: Der Selbstausschluss

Jede Blutspende ist mit einer Reihe von direkten und indirekten Sicherheitsmaßnahmen verbunden. Da wir nicht ausschließen können, dass ein Spender aus Gruppenzwang zu uns kommt oder beispielsweise nur Blut spendet, um es kostenlos auf HIV testen zu lassen, entscheidet jeder Spender unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Verwendung seines Blutes: Soll mein Blut weitergegeben werden? Oder spricht doch etwas gegen den Einsatz im Krankenhaus? Alle Spenden, bei denen der Spender eine Weitergabe seines Blutes nicht zugestimmt hat, müssen vom DRK-Blutspendedienst vernichtet werden. Die Laboruntersuchungen des Blutes werden aber dennoch durchgeführt. Und sollte ein Laborbefund auffällig sein, wird der Spender auf jeden Fall benachrichtigt.

Station 8: Ihr Blutspender-Pass

Die vorletzte Station auf jedem Blutspendetermin ist die Rückgabe des Blutspender-Passes. Auf dem Pass sind Ihre persönlichen Daten und medizinische Informationen wie beispielsweise Ihre Blutgruppe festgehalten. Bei späteren Blutspenden bringen Sie Ihren Pass bitte mit. Bei Ihrer ersten Blutspende überspringen Sie die Station Passrückgabe. Als Neuspender haben Sie ja noch keinen Blutspender-Pass. Sie erhalten diesen Ausweis vom DRK-Blutspendedienst. Alle Blutspenden, die Sie beim Deutschen Roten Kreuz leisten, werden auf dem Pass vermerkt und aktuell ergänzt. Je nachdem in welchem Bundesland Sie gespendet haben, erhalten Sie Ihren Blutspender-Pass spätestens nach der zweiten Spende.

Station 9: Der Imbiss

Zum Abschluss jeder Blutspende bitten unsere ehrenamtlichen Helfer zu einem leckeren Imbiss. Erleben Sie die Gemeinschaft der Blutspender in geseliger Runde, essen und trinken Sie etwas. Auch das hilft dem Körper, die Blutspende gut zu vertragen. Nun haben Sie es geschafft, Sie sind ein aktives Mitglied im Kreis der Lebensretter.

 

 

Unser Spender-Service-Center bietet Ihnen die Möglichkeit zur persönlichen Auskunft bei Fragen zur Spenderzulassung bzw. allen anderen Fragen rund um die Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz.
Sie erreichen das Spender-Service-Center über die kostenlose Festnetzrufnummer 08 00 / 11 949 11 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr

Voraussetzungen für Neuspender

muss mindestens 18 Jahre alt sein und darf vor der ersten Blutspende nicht älter als 68 Jahre sein (Tag vor dem 69. Geburtstag). Bei regelmäßigen Spendern ist eine obere Altergrenze nicht mehr gegeben. Mehrfachspender  werden aber nur bis zum letzten Tag vor dem 72. Geburtstag regelmäßig zur Blutspende  eingeladen. Die Zulassung bzw. Rückstellung der Blutspender erfolgt grundsätzlich und in  jedem Lebensalter nach individueller ärztlicher Entscheidung unter Bewertung der  erkennbaren gesundheitlichen Gesamtsituation.

  •     muss ein Mindestgewicht von 50 kg haben
  •     sollte sich gesund fühlen und keine Medikamente einnehmen*
  •     sollte vor der Spende unbedingt ausreichend essen und trinken
  •     darf keinen aktuellen Alkoholeinfluss aufweisen*
  •     darf in den letzten 4 Monaten kein Piercing oder Tattoo erhalten haben
  •     darf in den letzten 6 Monaten keine Operation gehabt haben*
  •     darf innerhalb von 12 Monaten als Mann nicht mehr als 6 Vollblutspenden, als Frau nicht mehr als 4 Vollblutspenden leisten.
  •     darf sich in der Summe aller Aufenthalte zwischen 1980 und 1996 nicht länger als 6 Monate in Großbritannien aufgehalten haben
  •     sollte sich bei Aufenthalten im außereuropäischen Ausland innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Besuch des Spendelokals beim Spender-Service-Center nach den regionalen und individuellen Zulassungskriterien erkundigen.*
  •     darf auf keinen Fall eine Infektionskrankheit (z.B. AIDS, Hepatitis o.Ä.) haben oder aufgrund seiner Lebensumstände bzw. persönlichen Kontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen

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